Vorstellung: Michael Bender (Urbex Explorer)

Veröffentlicht

Da das Programm und die Referenten für das 1. fotoCON Pforzheim feststehen, werden wir nach und nach die einzelnen Referenten und ihr Programm vorstellen.

Heute fangen wir mit  Michael Bender an.

„Urbex Exploration – Entdecke die Geheimnisse verlassener Orte“ 

Vor 3 Jahren hat Michael Bender seinen ersten Lost Place besucht und wurde sofort vom Urbex Fieber befallen. Seit dem ist er ständig in verlassenen Bauten unterwegs um ihre Geschichte zu dokumentieren.
Am Anfang war es schwer in der Szene Fuß zu fassen, da die Adressen der Lost Places von den Urbexern gehütet werden wie ihr Augapfel. Durch sein Recherchetalent und seine beeindruckenden Aufnahmen konnte er aber das Vertrauen der Gemeinschaft gewinnen und ist einer der Gründer der Facebook Gruppe „lost places in Baden – Württemberg“, der größten Urbexgruppe in BW. Zusammen mit vielen aus der Szene recherchiert er nach neuen Lost Places und plant Touren zu den verlassenen Orten. Immer nach dem Ehrencodex der Urbexer: „Hinterlasse nichts als Fußabdrücke, nimm nichts mit außer Erinnerungen“.

Sein Vortrag läuft unter dem Schlagwort HISTORIE. Schon immer gab es Menschen, die fasziniert davon waren Dinge zu entdecken, die vor ihnen noch niemand entdeckt hat. Durch seinen Forschertrieb und seine Neugier gelang es so Christoph Columbus 1492 Amerika zu entdecken. Heutzutage ist es gar nicht so einfach einen neuen Kontinent zu entdecken. Um den trotzdem vorhandenen Forschertrieb zu befriedigen gehen die Urbexer (Kurzform für Urban Explorer – Stadterkunder) auf die Suche nach längst vergessene Orte (Lost Places) mitten in der Zivilisation. Natürlich entdeckt man auch hier keinen völlig neuen Ort (Bei der Entdeckung Amerikas war auch Leif Ericsson ca. 500 Jahre vor Columbus da), aber man kann Orte wiederentdecken und ihre Geschichte erkunden. Man kann seine Neugier befriedigen, Geheimnisse entdeckend, Nervenkitzel erleben, Hürden überwinden, Geschichte spüren und fotografisch konservieren. Michael Bender lebt dieses Hobby leidenschaftlich und erklärt, wie er seine Objekte recherchiert, wie er sich vorbereitet, auf was zu achten ist z.B. bezüglich Eigenschutz. Da leider nicht alle Urbexer das Motto “Take nothing but pictures, leave nothing but footprints.“ leben, werden die Orte in der Regel geheim gehalten um Plünderung und Zerstörung zu verhindern.